"Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt." (Matthäusevangelium 4, 1-4)
Dass Schuld und die Erfahrung von Schuldigsein Körper und Seele krankmachen können und dass umgekehrt Vergebung und auch Verzeihenkönnen etwas Befreiendes, ja Heilendes in sich bergen, zeigt unsere Erfahrung von Kindheit an immer wieder. Schuldigwerden, aber auch eine tiefe Sehnsucht nach Vergebung gehören zu den menschlichen Grunderfahrungen.
So sind Bußgottesdienste eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Christen gemeinsam auf den Weg der Versöhnung zu begeben und seine Fehler, seine Schwächen, aber auch das, was im Leben noch der Klärung bedarf, vertrauensvoll vor Gott zu stellen.
Im persönlichen Einzelgespräch mit einem Priester (Beichte) kann Jeder und Jede seine Anliegen ansprechen, auch um eine sog. Lossprechung seiner Schuld zu erhalten. Dieses Gespräch dient der intensiven Suche, aber auch der Klärung eigener Schulderfahrungen.
Unsere Praxis
In der Regel werden Bußgottesdienste und Einzelgespräche (Beichte) im Pfarrblatt angekündigt, meist zu den Hochfesten Ostern und Weihnachten. Sie können jedoch auch Einzelgespräche über das Pfarrbüro oder direkt mit einem Priester anfragen.
Im Bedarfsfall können Sie sich auch gerne an das Kloster Beuron wenden; dort wird täglich die Beichte angeboten.
